Der Schweizerische Fleckviehzuchtverband – von den Anfängen bis heute
Die Idee eine Genossenschaft zu gründen, kam ende des 19. Jahrhunderts auf. Einer der wichtigsten Gründe war, dass die Eisenbahn als neues günstiges Transportmittel sehr viele billige Lebensmittel in die Schweiz brachte und so im Inland einen Preiszerfall von landwirtschaftlichen Produkten auslöste. Der Gedanke der Selbsthilfe kam auf und es wurden in dieser Zeit viele Genossenschaften gegründet, wie auch am 22. Juli 1890 der Schweizerische Fleckviehzuchtverband.

Jean von Wattenwyl
Oberstdivisionär Jean von Wattenwyl nahm die Idee auf und gründete 1888 die ersten Viehzuchtgenossenschaften. Er wurde 1890 zum ersten Präsidenten des Schweizerischen Fleckviehzuchtverbandes gewählt.
In den Anfängen gründete man weitere Genossenschaften sowie ein Zuchtstierenmarkt. Für diese Zuchtstiere wurde auch eine einheitliche Formulierung zur Bewertung der Tiere herausgegeben.
Anfangs der 20er Jahre war man daran ein Stammzuchtbuch einzuführen. Es wurde 1936 überarbeitet und als Herdebuch weitergeführt. Eine zweckmässige Lösung fand man aber erst 1974, als es in den Verband integriert werden konnte.
Die Milchleistungsprüfungen wurden 1958 anders organisiert. Es wurden jetzt Bestandeskontrollen an Stelle der Einzeltierprüfungen durchgeführt, die vom Bund unterstützt wurden.
In den 60er Jahren kam die künstliche Besamung auf, die bei den Züchtern damals auf sehr viel Widerstand gestossen war. Schon 1966 begann man mit dem Tiefgefrierverfahren und nur ein Jahr später fanden die ersten Einkreuzungen mit Red Holstein statt.
Im Jahr 1970 hat der Schweizerische Fleckviehzuchtverband sein neues Verbandshaus in Zollikofen bezogen.
