Milch, Fett, Eiweiss und Zellzahl Seit 2002 werden die Zuchtwerte für Milch, Fett und Eiweiss mit einem Testtags-Tiermodell geschätzt, welches als Informationen die einzelnen Milchproben der ersten drei Laktationen verwendet.
Dasselbe Verfahren wird auch für die Zuchtwertschätzung Zellzahl verwendet, wobei die Zuchtwerte für Zellzahl nur für Stiere publiziert werden.
Melkbarkeit, Persistenz Für die Laktationspersistenz und die Melkbarkeitsresultate werden korrigierte Töchterdurchschnitte berechnet.
Exterieur Die Zuchtwerte Exterieur (lineare Beschreibung und Einstufung, LBE) werden mit einem BLUP-Tiermodell geschätzt. Die LBE-Merkmale werden blockweise (Format, Fundament, Euter, Zitzen) ausgewertet. Ausgewertet werden Daten aus der ersten Laktation.
Nutzungsdauer Die Zuchtwertschätzung Nutzungsdauer erfolgt mit einer sogenannten Lebensdaueranalyse, bei der auch die Daten von noch lebenden Töchtern der Stiere berücksichtigt werden können. Um die Schätzgenauigkeit zu erhöhen, werden die direkt geschätzten Zuchtwerte Nutzungsdauer der Stiere mit Zuchtwerten von drei Hilfsmerkmalen kombiniert.
Weibliche Fruchtbarkeit Die Zuchtwerte für die weibliche Fruchtbarkeit (Non Return Rate Töchter und Rastzeit) werden mit einem Zweimerkmals-Tiermodell geschätzt. Zuchtwerte werden nur für die Stiere publiziert.
Fleischleistung Für die Sektionen Simmental, Swiss Fleckvieh und Montbéliarde werden aufgrund von Schlachthofdaten Zuchtwerte für Fleischigkeit und Nettozuwachs von Bankkälbern und Banktieren berechnet.
Gesamtzuchtwerte Der Gesamtzuchtwert setzt sich aus Leistungs- und Exterieurzuchtwerten sowie weiteren ausgewählten Merkmalen unter Berücksichtigung ihrer wirtschaftlichen Bedeutung zusammen. Für die Stiere werden auch die Teilzuchtwerte Milch (ILM), Fitness (IFI), Exterieur (IME) und gegebenenfalls Fleisch (IVF) gerechnet.
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